Galata Mevlevihane in Istanbul

Galata Mevlevihane

Eine Oase der Ruhe ist das kleine Derwischkloster der Mevlevi-Sufis in Galata, das seit dem Verbot der mystischen Derwischorden im Jahre 1924 als Museum weitergeführt wird.

Galata Mevlevihane

In einem prächtigen, kleinen runden Tanzsaal wird manchmal der Sema, der Ritus der “Tanzenden Derwische” vorgeführt.

Die Faszination für die Riten und Gedanken des Ordensgründers Mevlana Celaleddin Rumi, der im 13. Jahrhundert im anatolischen Konya wirkte, sind bis heute ungebrochen.

Auf dem kleinen angrenzenden Friedhof, auf dem es herrlich nach Rosen duftet, liegen Derwische und Meister des Ordens begraben. Die mit arabischer Schrift bearbeiteten Steine, teils mit gemeißelter Sikke, dem traditionellen Filzhut der Mevlevi-Sufis verziert, scheinen zwischen dem Licht der Sonnenstrahlen und dem Schatten der Bäume vor sich hin zu dämmern.

Galata Mevlevihane

Ein Urenkel Rumis soll das Grundstück 1491 von einem Gönner namens Iskender Paşa erhalten haben, der zur Regierungszeit Sultan Beyazid II. damit den Bau einer Mevlevihane unterstützte.

Die Gebäude wurden jedoch bereits 1509 bei einem verheerenden Erdbeben in Istanbul zerstört und mussten anschliessend wieder neu aufgebaut werden.

Weitere Mausoleen auf dem Areal beherbergen geschmückte Sargophage berühmter Meister des Ordens. Noch immer pilgern Menschen an die Gräber, um dort ein Bittgebet zu sprechen.

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